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Oulu ist der Verkehrsknotenpunkt in Nordfinnland. Die Stadt ist mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Helsinki-Oulu, die Inlandsflugverbindung mit der höchsten Verkehrsdichte bieten die Voraussetzung für die Profilierung Oulus als Konferenz- und Kongressstadt. Die zweitgrößte multidisziplinäre Universität des Landes sowie die auf internationalen Märkten angesiedelten Spitzenunternehmen stärken unsere Position als hoch entwickelte Technologiestadt. Oulu hat das Image einer lebendigen und unternehmensfreundlichen Stadt, die auch gute Grunddienstleistungen, eine sichere Atmosphäre und eine Umgebung mit vielfältiger Natur zu bieten hat. |
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Die Stadt Oulu wurde auf Veranlassung Karls IX im Jahre 1605 an der Mündung des Oulujoki gegründet. Die am Ufer des Bottnischen Meerbusens gelegene Stadt Oulu ist seit dem Jahre 1776 Provinzhauptstadt. Von der Einwohnerzahl her ist Oulu die sechstgrößte Stadt Finnlands. Zu Beginn des Jahres
2006 hatte die Stadt
128 962 Einwohner. Die Fläche von Oulu beträgt 382,3 km2 und die exakte geographische Lage der Stadt ist 65" nördliche Breite und 25"35' östliche Länge.
Oulu wird von der Stadtverwaltung und der Stadtverordnetenversammlung regiert, die in Wahlen gewählt werden und in denen sieben Parteien vertreten sind.
Oulu wird als ein bedeutendes Know-how-Zentrum in Nordeuropa angesehen. Hier ist ein erhebliches Know-how im Bereich der Spitzentechnologie angesiedelt.
Die Stadt als größter Arbeitgeber beschäftigt jährlich mehr als 8000 Personen. Den Einwohnern der Gemeinde werden hochwertige Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheitspflege und Kinderbetreuung geboten. In Oulu sind auch fast einhundert verschiedene Bildungseinrichtungen angesiedelt. Die bedeutendste unter ihnen ist die 1958 gegründete Universität Oulu.
Oulu ist auch für seine ausgezeichneten Fahrradwege bekannt. Als Anerkennung dafür wurden die Fahrradwege im Mündungsgebiet des Oulujoki zum Finnischen Fahrradweg des Jahres 1996 gewählt. Die Stadt verfügt über Fahrradwege von insgesamt fast 200 Kilometern Länge. In Oulu befindet sich außerdem eine bedeutende Anzahl Museen, Sportstätten (u.a. die Eishalle und die Oulu-Halle) sowie andere Kulturstätten.


Das internationale Wachstum der Stadt Oulu begann bereits 1605, im Jahre ihrer Gründung. Nach der Aufhebung der Handelszwänge im Bottnischen Meerbusen wurde der Handel frei, und die Segelflotte von Oulu wuchs in den 1860er Jahren zu größten Finnlands an.
Die Hauptexportartikel Oulus waren zu jener Zeit Felle, Lachs und später auch Teer, der weltweit als Schutzmittel für Holzschiffe angewendet wurde.
Der Grundgedanke der internationalen Aktivität der Stadt besteht heute darin, sich zu einem führenden Know-how-Zentrum im nördlichen Europa zu entwickeln. Der "Teer von heute" der Stadt Oulu sind das im internationalen Maßstab hochwertige Wissen und das Know-how.
In Oulu befinden sich Finnlands zweitgrößte Universität sowie zahlreiche staatliche und private Forschungsanstalten. Das Gebiet ist für seine stark wachsende Industrie im Bereich der Hochtechnologie bekannt, deren Erzeugnisse in aller Welt verkauft werden. Die Stadt ist also auch ein internationales Wachstumszentrum.
Oulu liegt im nördlichen Teil des Ostseeraums. Nach Oulu bestehen gute Verkehrsverbindungen aus den großen Zentren Europas, und der Flughafen der Stadt ist der mit der zweithöchsten Verkehrsdichte in Finnland. Daraus folgt, dass die Stadt ein natürliches Tor zum euroarktischen Gebiet der Barentssee ist. Die starke und gut entwickelte Infrastruktur Oulus bietet flexible Verbindungen nach Europa sowie in die nördlichen Gebiete von Nordwestrussland.
Der Beitritt Finnlands zur Europäischen Union im Jahre 1994 war für Finnland und auch für Oulu eine Entscheidung von weitreichender Bedeutung. Die Mitgliedschaft hatte die Anpassung an teilweise übernationale Beschlussfassung zur Folge und ebenso an den gemeinsamen Markt, welcher der finnischen Industrie wachsende Produktions- und Exportmöglichkeiten bietet.
Die Arbeitsumgebung in Oulu hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, aber der Grundgedanke ist fast gleich geblieben. Die Stadt ist immer ein Tor zum Norden zwischen Ost und West gewesen und ist es immer noch. Die Stadt pflegt Kontakte zu allen Ländern der Europäischen Union und auch zu vielen anderen Staaten.
Es bestehen Städtepartnerschaften mit acht Städten; Leverkusen und Halle (Deutschland), Boden (Schweden), Alta (Norwegen), Archangelsk (Russland), Odessa (Ukraine), Siofok (Ungarn) und Bursa (Türkei). Patenstädte sind Matagalpa (Nicaragua) und Ilembula (Tansania).
Auf praktischer Ebene werden auch Kontakte mit Schottland in Großbritannien und mit Baden-Württemberg in Deutschland geknüpft. Die Stadt hat mit Scotland Europa, Schottlands Interessenvertreter in Brüssel, einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit den Gebieten erfolgt u.a. auf dem Sektor der Förderung von Hochtechnologie und der Informationsgesellschaft, und Ergebnisse zeichnen sich bereits in Form von vermehrten direkten Kontakten zwischen Unternehmen ab. An der Schottland-Zusammenarbeit sind auch das Technologiedorf Oulu und die Pro Electronica -Gruppe, die zur Entwicklung der Produktionstechnik in der Elektronikindustrie der Region Oulu beiträgt, beteiligt.
Oulu ist ebenfalls an einem Projekt im Bottnischen Meerbusen beteiligt, mit dessen Hilfe die Küstenstädte des Bottnischen Meerbusens ihre Zusammenarbeit verstärken. Im Kooperationsbund sind insgesamt elf Gemeinden aus Finnland und Schweden beteiligt.
Neben der europäischen Zusammenarbeit ist Oulu auch aktiv bei der Entwicklung der traditionellen Ostzusammenarbeit engagiert. Das Ziel besteht in der Schaffung funktionsfähiger Kooperationskanäle, sowohl physisch als auch ideell, besonders in Richtung Nordwestrussland. Nordwestrussland wird in Zukunft eines der zentralen Gebiete für die Entwicklung von ganz Europa sein. Auch die Europäische Union erkennt die Wichtigkeit dieser Arbeit an, indem sie in steigendem Maße Projekte wie z.B. Tacis, Phare und Interreg finanziert, deren Ziel die Erweiterung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit u.a. mit Russland, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien, Slowenien und Bulgarien ist.
Die Provinz Oulu ist Mitglied im Barentschen Regionalrat, der von den nordeuropäischen Ländern und Russland gegründet wurde, um die Zusammenarbeit in den nördlichen Regionen Europas zu koordinieren. An der Arbeit ist auch die Europäische Kommission durch einen Vertreter beteiligt.


Oulu ist Universitäts-, Wissenschafts- und Technologiestadt. Der Einflussbereich der Universität macht über die Hälfte der Oberfläche Finnlands aus. Im Sog der Universität entstanden das Biocenter Oulu, das führende Mikrobiologie-Forschungszentrum Finnlands, sowie das Infotec Oulu, das Informatiktechnologie untersucht. Das Thule-Institut erforscht die Anpassungsfähigkeit des Menschen an die Kälte, den Wechsel von Licht und Dunkelheit sowie u.a. die Beseitigung von Unreinheiten des Klimas.

Im Technopolis Oulu Oy, das eng mit der Universität zusammenarbeitet, sind 140 Unternehmen der Technologiebranche tätig. Die Anzahl der Beschäftigten beträgt etwa 3500. Das Elektroniklabor des staatlichen technischen Forschungszentrums erforscht und entwickelt im Technologiedorf Erzeugnisse von Unternehmen mit einer Belegschaft von 170 Spitzenfachleuten.
Medipolis ist ein einzigartiges Unternehmens-, Forschungs- und Wissenschaftszentrum in den Bereichen Medizin, Medizintechnik und Biotechnik.
Mobiltelefone von Nokia.
Erzeugnisse der Pharmaindustrie von Orion-Farmos des Orion-Konzerns.

Die zu den saubersten der Welt zählende Zellstofffabrik von StoraEnso stellt u.a. Kunstdruckpapier her. Die Produkte von Kemira Chemical werden zur Klärung von Abwässern, zur Haltbarmachung von Futtermitteln und in der Pharmaindustrie angewendet.


Das von der Eiszeit geformte Erdreich der Region Oulu erhebt sich jährlich um einen Zentimeter. Die ältesten Stellen des Gebietes sind 5000 Jahre alt. Oulu und seine sieben Nachbargemeinden auf dem grünen Flachland sind aus dem Meer aufgestiegen und erheben sich immer noch etwa einen Meter pro Jahrhundert. Am längsten auf dem Trockenen liegt das Skizentrum Rokua, wenn es überhaupt einmal Meeresgrund gewesen ist.
Die Erhebung des Erdreiches bietet Forschern die einmalige Möglichkeit, das Entstehen der Welt nachzuvollziehen, denn die Pflanzen, die das entstehende bloße Land bevölkern, sind anpassungsfähig und bilden eine eigene Artengemeinschaft, wie z.B. Deschampsia bottnica und Artemisia campestris bottnica. Die Entstehung der Vegetation wird auch von der nördlichen Lage und vom Brackwasser, das sich aus dem salzarmen Meerwasser und dem Süßwasser des Flusses vermischt, beeinflusst.
Die Buchten Liminganlahti und Kempeleenlahti sind weltberühmte Vogelgewässer, mit deren Vogelarten sich Forscher aus aller Welt befassen. Schon lange ist die Lachsfischerei eine wichtige Einkommensquelle. Lachs aus Oulu war seinerzeit am Königshof in Schweden eine geschätzte Delikatesse, und auch heute noch wird mitten in der Stadt an der Mündung des Oulujoki Lachs gefangen.


Die Menschen in Oulu haben viel Licht und viel Dunkelheit, aber zu verschiedenen Jahreszeiten. Im März ist die Menge des Lichtes und der Dunkelheit genau gleich, aber das Licht gewinnt schon die Oberhand über die Dunkelheit. Die Ankunft der Wildgänse im April ist ein Zeichen dafür, dass sich der Frühling eingestellt hat. Die Ornithologen machen sich mit ihren Ferngläsern zu den Ufern und Feldern auf. Viele Stadtbewohner richten an den Wochenenden ihre Sommerhäuschen auf dem Lande oder ihre Kleingärten in den Gartenanlagen mitten in der Stadt her. In den Bootshäfen riecht es nach Farbe und Teer, wenn die Boote für den kurzen, aber voller Leben steckenden Sommer flott gemacht werden. Wenn die Lerche von den Ufern des Mittelmeeres nach Finnland zurückkehrt, ist der Sommer nur noch einen Monat entfernt. Wenn die Schwalben in Oulu eintreffen, ist der Sommer endlich da. Die Schulen schließen ihre Pforten Ende Mai, und es beginnt die Sommerferienzeit. Man sagt, dass ganz Finnland während dieser Zeit geschlossen hat. Der im Winter in dicke Sachen gehüllte Ouluer befreit sich, und das Straßenbild wird zu einer einzigen Farbenpracht. Des Nachts ist von Dunkelheit nichts zu sehen, und im Hochsommer senkt sich die Sonne nur kurz bis zum Horizont. Die Fußgängerzone im Stadtzentrum, Rotuaari, ist voller sommerlicher Veranstaltungen und auf dem Marktplatz sind sowohl die Einwohner Oulus als auch die Oulubesucher anzutreffen. Oulu wird im Sommer zu einer grünen Stadt, wenn die Bäume in den Parks ihre Blätter bekommen und der Rasen sprießt. Sommersportarten werden aktiv betrieben.
Mitte August kehren die Einwohner Oulus aus ihrem Sommerurlaub zurück und die Schulen öffnen ihre Pforten. Mit etwas Wehmut verfolgt man, wie die Abende wieder dunkler werden. Abends gehen die Straßenlaternen an. An den Sommerorten wurden die Beeren gesammelt und das Gemüse und Obst geerntet, jetzt geht es in die Wälder der Umgegend um Pilze zu sammeln und um die heranreifenden Waldbeeren zu pflücken. Den Einwohnern Oulus steht das beste Fahrradwegenetz Finnlands zur Verfügung. Wenn der Herbst voranschreitet und die Stare Richtung Süden aufbrechen, entfaltet die Natur des Nordens ein atemberaubendes Farbenspiel, die Herbstfärbung beginnt.
In farbenerfüllter Natur werden in den Mooren goldene Beeren, die Moltebeeren, gesucht. Die in ihnen gespeicherte Sonne des Sommers wird dann im Laufe des dunklen und kalten Winters verzehrt. Ende September verdrängt die Dunkelheit das Licht immer mehr. Anfang des Monats wurden bereits die Boote wieder an Land gebracht. Nur die Fischer, die im Zentrum der Stadt auf Lachs- und Maränenfang gehen, haben ihre Boote noch im Wasser. Bald frieren die Ufer zu und die Dunkelheit verschluckt das Licht, bis der erste Schnee fällt und die Erde wieder etwas erhellt. Die Zeit der Dunkelheit dauert bis Weihnachten, mit Beginn des neuen Jahres verfolgt man jedoch wieder die Zunahme des Lichtes. Wenn die strengen Fröste zu Jahresbeginn vorüber sind, zieht es die Ouluer hinaus auf die Skiloipen, Eisbahnen und auf das zugefrorene des Meeres zum Eisangeln.
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